Abzocke beim Rentenalter

Völlig richtig, Frau Petersen (ZDF), irgendetwas stimmt an dem Rentenmodell mit 67 nicht. Auch richtig, dass es vor allem die Arbeitgeber sind, die noch nie für eine Beschäftigung in ihren Unternehmen bis zum gesetzlichen Rentenalter waren. Die verschiedenen Perioden des Verhaltens der Arbeitgeber haben Sie beschrieben. Allen gemeinsam ist die Selbstbedienung der Arbeitgeber beim Staat, also beim Steuer- und Rentenbeitragszahler, letztlich bei denen, die bis zu 65 arbeiten sollten.

Der 60-jährige Firmenchef will keine über 55-jährigen in seinem Betrieb haben. Zu teuer, mal schon krank, hat wegen seinen langjährigen Erfahrungen auch schon mal seine eigene Meinung, findet schneller als die unerfahrenen jüngeren Mitarbeiter, wo die Firmenführung Fehler macht und damit Geld in Sand setzt, all das ist unbequem. Da schreit es sich leichter nach dem Staat, der bitteschön Vorruheständler alimentieren und frische Fachkräfte je nach Meilenstein des gerade laufenden Projektes pünktlich liefern solle.

Die Wirtschaft kümmert sich einen Dreck um diese Probleme, ->-> Read More

Intimrasur

War schon lange nicht mehr da, auf der Seite, nun zufällig reingekommen entdecke ich (zugegeben für mich) erstaunliche Zahlen über die Wünsche nach Aussehen der Menschen. Intimrasur scheint ja sehr wichtig zu sein, wenn sich mehr als 50% der Frauen und Männer mit dem Thema beschäftigen. Beschäftigen bedeutet, sie tun es zum großen oder kleinen Teil, je nach dem, wie sehr sie der Mode und dem Wunsch nach Reinheit erlegen sind. Das natürliche, gewachsene scheint nicht mehr die Bedeutung zu haben. Das wäre an sich nicht problematisch, es geht ja nur um Haare die nachwachsen. Nein, hier geht es um eine Haltung zum eigenem Körper und em der anderen, die nicht nach vorgaben der individuellen Natur gewachsen sein dürfen, sondern einem bestimmten modischen Ideal folgen sollen. Achselhaar ist out – wo Mann heute rasiert sein sollte ->-> Read More

Nicht um jeden Preis, Herr Sarrazin

“…zahlreiche Untersuchungen der EU, der UN, des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank belegen, dass die europäischen Staaten deutlich mehr Zuwanderung brauchen, damit in den Ländern genügend Menschen sind, die die Wirtschaft wettbewerbsfähig halten…” (by ZDF.Blog) Aber sicher nicht um jeden Preis. Schon gar nicht um den Preis der deutschen Demokratie. Der Blogeintrag von Elmar Theveßen am 25.08.10 in Kennzeichen Digital – Das Blog hat bis 29.8.10 um 23:45 sage und schreibe 428 Kommentare angeregt. Bislang wohl die meisten Kommentare, die auf diesem Blog ein Eintrag bekommen hat. Das Thema hat es aber auch in sich. Der Anlass auch. Herr Sarrazin, Bundesbanker, SPD-Mitglied und einer, der provoziert, spaltet und Emotionen mit rassistischen Ideen anheizt hat sich mal wieder, diesmal mit Buch und einigen Interviews zu Wort gemeldet. Das Problem an Herrn Sarrazin ist zunächst er selbst, dann aber vor allem die Tragik, wenn wichtige Themen Demagogen seiner Sorte überlassen werden. Die Fragen sind wichtig, das kann man Herrn Sarrazin nicht absprechen. Nur braucht es klare Regeln des Zusammenlebens. Und an einer Tatsache kommen wir trotz Globalisierung, trotz sog. offenen Welt und trotz der Angst, wenige Bewohner würden die Arbeit in der Zukunft nicht schaffen, vorbei: Ein historisch, kulturell und sozial über Jahrtausende gewachsenes Land ist und bleibt nun mal ein Gastland für die, welche als Besucher dort ankommen. Es ist zu akzeptieren, dass sich die Bevölkerung als Gastgeber versteht und erlebt.

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Google, Tschernobyl und Co

Folgerungen leider naiv. Wohl deshalb, weil sich viele schon als Teil des virtuellen Raumes, den Sie “öffentlichen Raum” nennen, eingerichtet haben. Naiv ist dabei zu meinen, nur weil es Internet gibt, müssen wir diesen virtuellen Raum so nehmen, wie es sich entwickelt und die Macher eben machen lassen, weil sonst ein vermeintlicher Fortschritt und Teilhabe in Frage gestellt wäre. Unsrere öffentlicher Raum ist aber in erster Linie außerhalb von Internet. Die Datenautobahn ist nur ein Abbild. Lässt sich weder essen noch fühlen. Die Konsequenzen aus einem ungezügelten und unkontrollierten Datengebrauch spüren die Menschen als schmerzhafte Belästigung. Und das ist entscheidend. Wenn ein Bürger sagt, dass will ich ich nicht, ist es zu respektieren. Nur hat er bisher keine Gelegenheit dazu gehabt, weil er nicht vorher gefragt wurde.

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Politiker werden wach

Offensichtlich besinnen sich einige Politiker auf ihre eigentlichen Aufgaben und versuchen noch zaghaft für den Bürger Rechte zu schützen. mal sehen, ob sie es durführen oder wieder einknicken vor irgendwelchen “systemrelevanten Sachzwängen nach Google Art“.

Widerspruch andersrum: Google soll Bürger fragen
Politiker fordern, Einspruchsmöglichkeit umzukehren

Street View

Lex Street View. Nun haben wir eine neue Kategorie. Endlich. Die haben wir unbedingt gebraucht. Es ist schon unglaublich, welchen Unsinn die Menschen in der Lage sind zu produzieren, vor allem, wenn sie genug Geld haben und damit Macht ausüben und ihre Argumente mit Geld untermauern können. Unfassbar, dass einfach ein Unternehmen mit x-Fahrzeugen durch die Republik fahren und Häuserfronten zu Zwecke einer Veröffentlichung fotographieren kann. Und dann darf man auch Widerspruch einlegen, dafür gibt es eine Frist, die natürlich einzuhalten ist. Gnädig, wirklich gnädig.

Erstens ist Google keine Behörde, die irgendwelche Fristen festlegen kann. Zweitens war es schon bei Luftaufnahmen Gesetz, dass sich der Betreiber eine Genehmigung bei dem Eigentümer/Bewohner/Anwohner holen musste und nicht umgekehrt. Hier werden Bürgerrechte auf den Kopf gestellt. Und warum? Weil jemand wie Google meint, es wäre zu Rettung der Menschheit so wichtig: ->-> Read More

zu: Es herrscht Wachstum ... bei prekären Arbeitsverhältnissen

(by ZDF: Es herrscht Wachstum … bei prekären Arbeitsverhältnissen) Nur Menschen in prekären Lebenslagen lassen sich ausbeuten und ausnutzen. Der ganze Niedriglohnsektor hat mit einem ordentlichen Arbeitsvertrag zwischen Arbeitsstelle und Arbeitskraft nichts zu tun. Unter dem Vorwand der Globalisierung hat die deutsche Wirtschaft es geschafft, die Politik soweit zu bringen, dass es erlaubt ist, sich dem Lohnlevel von Billiganbietern der Welt anzunähern. Mit Wachstumspolitik hat es nichts zu tun – zumindest nicht für das Gemeinwesen. Solange es eine Schere zwischen den Einnahmen einer Kommune und der Wirtschaft gibt, stimmt die Rechnung der Ökonomen nicht. ->-> Read More